Donnerstag, 29. März 2012

Pro7

Der kleine Stephan (fleißiger Ministrant mit Potential zum Priester - bitte Beten!) fragte mich, warum denn der nächste Freitag "schmerzhaft" sei. Ich wollte fast schon zurückfragen, warum er den Herrn Pfarrer nicht fragt. Aber ich erklärte es ihm.

Und wenn Sie es auch nicht wissen - hier die Aufklärung:

Am Freitag vor Palmsonntag feiern wir das Fest der Schmerzhaften Gottesmutter - den "Schmerzensfreitag" oder "Schmerzhaften Freitag". Seit Anfang des13. Jahrhunderts ist die Verehrung der Schmerzensmutter durch einen Altar im Zisterzienserkloster Schönau belegt. Seit 1727 feiert v. A. der Servitenorden den Freitag vor dem Palmsonntag als Fest seiner Ordenspatronin. Gerade in ländlichen Pfarreien (wie unserer) wird sorgsam darauf geachtet, daß trotz fastenzeitlich spärlichem Blumenschmuck wenigstens vor der Pietà oder dem Kreuz ein Blumengruß steht. Für die Sieben Schmerzen Mariens verwendete ich heute z. B. sieben rote unter sonst weißen Rosen.

Die Sieben Schmerzen Mariens:
- Die Weissagung Simeons bei der Darstellung Jesu im Tempel (Lk 2, 35)
- Die Flucht vor dem Kindermörder Herodes nach Ägypten (Mt 2, 13)
- Das Verlieren des zwölfjährigen Jesus im Tempel und die dreitägige Suche (Lk 2, 42)
- Die Begegnung mit ihrem Sohn auf dem Kreuzweg (Lk 23, 27)
- Das Ausharren unter dem Kreuz (Joh 19, 25)
- Die Kreuzabnahme Jesu (Joh 19, 38)
- Die Grablegung Jesu (Joh 19, 42)

Parallel zu den Schmerzen wird den "Sieben Freuden Mariens" gedacht (5. Juli):
 - Die Verkündigung durch den Erzengel Gabriel (Lk 1, 26)
- Die Heimsuchung/Begegnung Mariens mit Elisabeth (Lk 1, 39)
- Die Geburt Jesu (Lk 2, 7)
- Die Anbetung der Weisen (Mt 2, 11)
- Das Wiederauffinden im Tempel (Lk 2, 41)
- Die Auferstehung Jesu (Joh 20, 1ff)
- Die Aufnahme Mariens in den Himmel

Auch die Sieben Gaben des Hl. Geistes (Jes 11, 1.2) könnte man in den Kontext stellen:
- Verstand
- Wissenschaft
- Weisheit
- Rat
- Frömmigkeit
- Stärke
- Gottesfurcht

Außerdem wären da noch:
Die sieben Tage, an denen GOTT die Welt erschuf, sieben Jahre musste Jakob arbeiten um Rahel heiraten zu können, sieben fette, sieben magere Kühe im Traum des Pharao (fruchtbare und Hungerjahre deutet Josef), der siebenarmige Leuchter im Allerheiligsten des Tempels, sieben Werke der Barmherzigkeit (Hungrige speisen, Durstige tränken, Fremde beherbergen, Nackte kleiden, Kranke pflegen, Gefangene besuchen, Tote bestatten), sieben Bitten im Vaterunser, sieben Mal ist die Vergeltung im AT - siebenundsiebzig Mal Vergebung im NT, sieben Worte Jesu am Kreuz, sieben Wunden, sieben "Ich-bin-Worte" des Herrn, sieben Plagen in der Offenbarung d. Joh., sieben Sakramente, sieben Stufen des Weges zu GOTT, sieben Gebetszeiten, die sieben Namen Gottes in der Adventszeit, Buch mit sieben Siegel, die sieben Engel, die GOTT sehen und die sieben Posaunen, die sieben Schalen, sieben Feuerfackeln vor dem Throne GOTTes... und und und.






Das Verlieren des zwölfjährigen Jesus im Tempel in Jerusalem und die drei Tage dauernde Suche nach ihm (Lukasevangelium 2, 42 - 48).


Kommentare:

Miriam hat gesagt…

man lernt nie aus... danke für die Info und natürlich auch von mir ein herzliches Willkommen in der "Blogoezese". Von Frischling zu Frischling sozusagen ;-)

Pius Hofer hat gesagt…

Vielen Dank! Wünsch Dir auch viel Freude in der Blogoezese!